Igor Schestkow "UFO über Berlin"

 

 

UFO ÜBER BERLIN

 

Vor einiger Zeit erhielt ich per Post ein Manuskript. Eine Altenpflegerin aus der Nähe von Atlanta hatte es bei den Papieren eines verstorbenen Patienten gefunden. Nun verlangen die dortigen Bestimmungen, dass alle überflüssigen Besitztümer eines Verblichenen nach einem halben Jahr verbrannt werden. Die Pflegerin setzte sich jedoch darüber hinweg, bewahrte das Manuskript von der Vernichtung, schwärzte den Namen des Autors und übergab es einem Freund, der sich für fliegende Untertassen, grüne Männchen und Wolpertinger interessierte. Dieser Freund versuchte es einer ufo-logischen Postille in Boston zu verkaufen, die regelmäßig Berichte von "Augenzeugen" abdruckte. Die Redaktion lehnte den Text aber aus unbekannten Gründen ab, obwohl der Einsender nur 50 Dollar als Honorar dafür verlangte. Das Manuskript gelangte in die Hände von...

Sein letzer Besitzer jedenfalls, ein langjähriger Internet-Bekannter und wie ich Emigrant aus der vormaligen Sowjetunion, kaufte es für fünf Dollar auf einem Flohmarkt in New York und schickte mir kürzlich das englischsprachige Original nebst einer deutschen Übersetzung nach Berlin. Er kannte mein besonderes Interesse an kosmischen und übersinnlichen Fragen, denn schon vor etwa zehn Jahren hatte ich ihn gebeten, nach unveröffentlichten Augenzeugenberichten von UFO-Begegnungen zu suchen und sie mir zu übermitteln, falls ihm dergleichen in die Hände fiele. Damals beabsichtigte ich nämlich, eine Erzählung über Außerirdische zu schreiben, und mir schwebte vor, dem Text eine reale - und keine erfundene - Begebenheit zugrunde zu legen. Daher brauchte ich den authentischen Bericht eines Menschen, der mit ihnen in Kontakt getreten war.

Hiermit lege ich ihn der geneigten Leserschaft vor und verbinde damit die vorsichtige Hoffnung, der eine oder andere möge ihn als kathartisch empfinden  - oder den Ausführungen des Toten wenigstens Glauben schenken. Nun geistert der Topos einer "Begegnung der dritten Art" ja verdächtig oft durch gewisse Hollywood-Produktionen und erfreut sich großer Beliebtheit. Das vorliegende Manuskript jedoch motivierte mich zu keiner vergleichbaren Schilderung, vielmehr folgte ich einer ähnlichen Darstellungsabsicht wie der Verfasser. Hinter fast allen meinen Erzählungen stand nämlich der Wunsch, endlich mit etwas "fertig zu werden", was mir auf der Seele lag. Ich wollte "einen Schlusspunkt setzen". Dass dabei oft nur ein Fragezeichen zustande kam, ist nicht meine Schuld.

 

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Seit jenem denkwürdigen, kühlen Augustabend im nördlichen Kalifornien ist jetzt fast ein halbes Jahrhundert vergangen - seit jenem Abend nämlich, an dem mein Freund und ich mit diesen wahnhaften, gespenstischen Vorgängen konfrontiert wurden, die uns beide zutiefst erschütterten. Nachdem wir etwas Abstand gewonnen und begriffen hatten, dass wir - sei es im Guten oder im Schlechten - ja irgendwie weiterleben mussten, schworen wir einander, niemandem auch nur ein Wort von den Vorfällen zu sagen, denn wir wollten unser sorgloses Studentenleben fortsetzen und uns nicht dauernd mit diesen Ereignissen konfrontiert sehen. Vor allem wussten wir, dass uns ohnehin niemand glauben würde. Sollten wir auf unserer Darstellung beharren, uns damit sogar an die Presse oder ans Fernsehen wenden, dann würden wir wahrscheinlich sehr bald in einer psychiatrischen Anstalt landen, wenn nicht sogar in den Klauen schwarz gekleideter Gestalten, die versuchten, uns die Erinnerung an das Vorgefallene unter Anwendung von Elektroschocks auszutreiben. Das taten sie bekanntlich mit dem alten Jameson, der die Qualen einer künstlich herbeigeführten Amnesie nicht ertragen konnte und sich das Hirn mit einer doppelläufigen Flinte aus dem Kopf pustete.

Nein, wir wollten uns nicht ewig damit herumquälen und uns nicht immerzu sinnlose Fragen stellen, auf die es ohnehin keine Antwort gab. Schon damals in den Sechzigerjahren, gleich nach den fraglichen Ereignissen, wurde uns das bewusst. Wir versuchten also, Frieden damit zu schließen. Das Vorgefallene so schnell wie möglich zu vergessen. Körperlich und mental zu entfliehen. So weit wie möglich Abstand zu gewinnen vom Meer und diesem verdammten Dorf aus Holzhäuschen, wo die Schönen und Reichen von Los Angeles im Sommer Kühlung und Ruhe zu finden hofften - weg von dem Ort also, wo das Verhängnis seinen Lauf nahm.

Leider verlor ich etwa drei Jahre nach dem Studium den Kontakt mit Thomas. Er heiratete eine wohlhabende Engländerin, eine Anhängerin der Beatles, die dem Erwachsenwerden erfolgreich trotzte. Zusammen zogen sie in ihre englische Heimat, wo er dem Vernehmen nach drei Kinder zeugte und im technisch-wissenschaftlichen Bereich der Armee Karriere machte. Er fand sich nicht nur damit ab, flachköpfigen Militaristen seine Ideen zu überantworten, sondern konnte diese Ideen sogar auf deren Kosten in materielle Gestalt umsetzen. Während des grausamen und völlig sinnlosen Krieges um die Falklandinseln bekamen die glücklosen Argentinier ein gerüttelt Maß von seinem Wirken zu spüren. Ob er noch lebt? Ob er Wort gehalten oder unser Geheimnis jemand anderem verraten hat? Ich weiß es nicht.

Jedenfalls hat bisher offenbar weder die englische noch die amerikanische Presse unsere Erlebnisse erwähnt. Zumindest habe ich keine solche Erwähnung in den Zeitungen gefunden, die ich von den Sechziger- bis in die Achtzigerjahre hinein las. Auch im Internet fand ich später nichts darüber. Nach all den sensationellen Enthüllungen anderer "Kontaktpersonen", etwa dem Farmer Princekind und ähnlicher Karnevalisten, die von Kugeln, Nadeln und leuchtenden Dreiecken schwafelten, riss vielleicht unser vollkommen sachlicher Bericht niemanden mehr vom Hocker.

Doch was spielt das noch für eine Rolle? Mir, nur mir selbst, ganz allein für mich ist es von Bedeutung aufzuschreiben, was ich von alledem noch weiß. Damit will ich einen endlich einen Schlusspunkt unter diese grausige Geschichte setzen und die alten Wunden heilen, aus denen auch heute noch Blut fließt, obwohl ich fünfzig Jahre lang geschwiegen hatte, um zu vergessen. Vielleicht fließt es ja gerade, weil ich die Dinge verdrängen wollte. Aber ich bitte Sie: Wie hätte ich als Sohn eines republikanischen Senators und einer in der Wolle gefärbten Katholikin denn in der Kneipe, im Kreis der Familie oder bei der Polizei haarklein erzählen sollen, wie ich mich mit einer Außerirdischen gepaart habe, dann in Gestalt eines Lastwagenreifens durch die unbekannten Weiten des Weltalls gereist bin wie Kapitän Jean auf seinem Pferdeschädel und mich in den Unterwelten herumgetrieben habe? In Hollywood würde das jedem verziehen, aber mir doch nicht.  

Also gut, eins nach dem anderen. Nach dem vierten Studienjahr an der Universität von Miranda beschlossen wir, uns ein wenig durch Kalifornien treiben zu lassen. Wir mieteten ein Auto, einen Pontiac GTO. Das war kein Auto, sondern ein aschblauer Schönling. Ein Tiger, mächtig, prächtig. Wir vergötterten den Pontiac, und unsere leicht geschürzten Freundinnen schmolzen und zerflossen darin. Da half keine Kritik am Spätkapitalismus und seiner Überbewertung materieller Güter. Den ultimativen Kick verschafften uns aber die Biker, diese "Easy Rider", die wir mit so viel Spaß auf den Highways überholten. Diese Kerle mit ihren Harleys - das waren die echten Hippies. Thomas und ich waren nur hippysierende Hipster, aber bitte: jedem das Seine.

Thomas hatte 3000 Kröten von seinem betuchten Herrn Papa als Grundstock fürs Zigeunerleben, auch ich besaß ein wenig Kleingeld, also zogen wir los.

Wir nächtigten in den billigsten Hotels (nach Art der "Bates Motels"), ernährten uns von Früchten und hingen am Strand und in Bars herum. Wir rauchten Kräuter und kauten Zuckerstückchen mit LSD, aber den ultimativen Trip hatte ich nicht, auch wenn Thomas, der Scherzkeks, mir mit aller Macht zeigen wollte, wie stoned er war. Er grunzte, wieherte und schrie etwas von einem "bronzenen Turm mit Rollen", von dessen Dach ein nacktes Weib mit Wasserkopf und Dämonenbaby heruntersprang - ich nahm ihm das nicht ab. Mir selbst erschienen höchstens Taranteln: Während ich scheinbar in einem verdreckten Korridor stand, kamen sie aus den Löchern in der Wand hervor. Ich schlug mit meinen Schlappen nach ihnen, konnte aber keine erwischen und hatte wahnsinnige Angst, gestochen zu werden. Es war ekelhaft, die Weichheit der Schlappen zu spüren, als würde ich schmierige Spinnen streicheln. Diese Wahnvorstellungen deutete ich mir dahingehend, dass ich wohl zu sensibel sei und nicht wirklich geschaffen für dieses Leben. Aber die Taranteln hörten nicht auf, herauszukrabbeln... Thomas erzählte ich nichts davon, denn ich wollte nicht, dass er mich mit den Taranteln aufzog. Sonst hätte er mir am Ende noch vorgeschlagen, eine Tarantella zu tanzen.

Von LSD hätte ich Interessanteres erwartet, Sternreisen vielleicht oder surrealen Sex. Wahrscheinlich hauten uns die mexikanischen Dealer im Hafenviertel von San Francisco übers Ohr. Wir hätten sie suchen und ihnen mit der Knarre von Thomas die Leviten lesen sollen.

Ich gebe ja zu, dass wir auch auf der Jagd nach Mädels waren, mit orangem Stirnband und Blumen zwischen den Lippen. Wir fanden auch welche und freuten uns des Lebens, was das Zeug hielt. Manchmal gerieten wir uns auch mit anderen in die Wolle. Thomas wurde ein Zahn ausgeschlagen und mir ein Finger geknickt. Einmal nahmen uns die Bullen in Gewahrsam, weil wir falsch geparkt hatten und einem Beamten frech gekommen waren. Aber sie schrieben uns eine Quittung über bezahlte Strafe und ließen uns wieder frei. Thomas war so schlau, sich einen Tripper einzufangen - und eine Trichomonose gleich dazu. Im Großen und Ganzen amüsierten wir uns aber prächtig, ließen uns die Sonne auf den Kopf scheinen und machten richtig Party. Am Schluss fuhren wir in irgendein verlottertes Städtchen, dessen Namen ich nicht mehr genau weiß. Santa Rosa, oder so ähnlich. Jedenfalls beschlossen wir, ins Kino zu gehen.

Da lief irgendein Fantasy-Film. Schon die Musik dazu jaulte überirdisch süß. In der Schlange vor dem Popcornstand lernten wir zwei Mädels kennen, die anscheinend dort in der Gegend wohnten. Beide waren platinblond,  vielleicht Albinos, vollbusig und langbeinig. Sie sahen sich so ähnlich, dass man sie nicht unterscheiden konnte. Waren es Zwillinge? Wir fragten sie, aber sie alberten nur herum, anstatt zu antworten. Sie fassten sich bei den Schultern, kicherten und gaben sich Küsschen.

Zuckerpüppchen.

Während der Vorstellung knutschten und fummelten wir mit ihnen herum. Dann beschlossen wir, uns ein breites Bett zu suchen und nach Herzenslust zu vögeln. Den Mädels war das recht, sie wollten das ganz offensichtlich auch.

Wir hätten wir denn wissen können, dass wir gerade DIE besser nicht angefasst hätten, dass wir DIE hätten in Ruhe lassen sollen und dass es vernünftig gewesen wäre, um DIE lieber einen weiten Bogen zu schlagen, ohne sie eines Blickes zu würdigen? Aber junge Kerle haben für derlei keinen Nerv, die spüren nur, dass ihnen der Kolben zwischen den Beinen juckt.

Also kletterten wir alle in den Pontiac und fuhren los. Wohin? In ein Hotel wollten wir nicht, das war uns zu banal. Wir wollten ein Abenteuer, wollten uns wie im Kino fühlen, auf dem Mars oder auf der Venus.

Wir fuhren auf gebirgiger Straße etwa vierzig Meilen vom Städtchen weg. Dann bogen wir auf den Highway #1 und schwebten an der Küste entlang...

Im Auto hörten wir "Moonlight Drive" von den Doors. Das spielten sie zu dieser Zeit mindestens zwanzigmal am Tag im Radio. Wir tranken Bier und redeten dummes Zeug. Die Zwillinge lachten über jedes noch so flache Witzchen, schauten uns schmachtend an und wackelten verführerisch mit ihren Möpsen. Thomas lenkte, und ich ließ es mir mit den Käfern auf dem Rücksitz gut gehen. Irgendwo hielten wir an und beschlossen, zu Fuß an den Strand zu laufen, um "dem Abend ein Highlight aufzusetzen, auf einen Wellenkamm zu springen und zum Mond zu schwimmen".

Der Mond war eine bläuliche Scheibe mit verlaufenen Rändern. Wir sahen den Ozean nicht, sondern hörten nur das dumpfe Wummern der Brandung, als verteile ein Riese am Strand Steine mit einer Schaufel. Wir folgten diesem Geräusch, kamen nach einigen Minuten aber nicht an der Uferklippe heraus, wie wir es vermutet hätten, sondern bei einer Gruppe von hübsch gestalteten Holzhäuschen, die wie zufällig über die Uferböschung verteilt wirkten.

In einigen dieser Häuser brannte Licht. In dem uns am nächsten stehenden, zweistöckigen Cottage mit Terrasse und Türmchen war hingegen alles dunkel. Wir gingen näher heran.

Die Plastikstühle auf dem asphaltierten Platz vor dem Hauseingang waren zu einer bizarren Pyramide zusammengestellt und mit einer Kette an einem Schloss befestigt. Neben der Eingangstür hatten sich Blätter und Müll angesammelt. Die Fenster waren mit Läden verschlossen.

Thomas brach, so leise es ging, die Läden vor einem Fenster im Untergeschoss auf. Dann zerschlug er mit der Faust, um die er ein Sporthemd gewickelt hatte, nahezu lautlos die Fensterscheibe. Er ließ ein sieghaftes Krächzen ertönen, drückte die Fensterflügel weit auf und schlüpfte hinein. Darauf öffnete er uns von innen die Eingangstür. Er vollführte einen eindrucksvollen Kratzfuß, verharrte in dieser Pose als sei er aus Marmor, nahm dann die Rolle des Gastgebers an und bat uns wie hochgestellte Gäste in sein Schloss. In solchen Scherzen war Thomas ein Meister.

Die Mädels schienen nicht zu ahnen, dass wir auf fremdes Terrain vorgedrungen waren und uns dadurch strafbar gemacht hatten. Sie kicherten herum und warfen uns schmachtende Blicke zu. Plötzlich wurde mir klar, dass sie bis zu diesem Augenblick noch kein einziges Wort gesagt, sondern immer nur gegillert, gegrinst, getanzt, gestikuliert und Grimassen geschnitten hatten. Waren sie etwa nicht nur hübsch, sondern auch stumm?

Welch wunderbare Begleiterinnen...

Ein riesiges Wohnzimmer nahm die gesamte untere Etage des Hauses ein. Wir versuchten das Licht einzuschalten, aber so oft wir auch die Schalter schnappen ließen - es blieb dunkel, der Strom war abgestellt. Wir hatten Bammel, in den Keller zu gehen und nach der Sicherung zu suchen: Würden wir dadurch etwa die Alarmanlage auslösen? 

Dabei störte die Dunkelheit gar nicht weiter. Es war nur schade, dass sich die Stereoanlage dort mit ihren vier riesigen Lautsprechern nicht einschalten ließ... Dabei hätten wir doch so gerne Musik gehört und getanzt. Immerhin besaß Thomas ein kleines Taschenradio, das er ständig mit sich herumschleppte, und schon sang uns Jim Morrison mit seiner rauen, extatischen Stimme vor: "Hello, I love you..."

Wir fanden alte, kupferne Leuchter und Kerzen dazu, die wir anzündeten. Thomas und ich hüpften mit den Füßen auf die prunkvollen Sessel, aber die Mädels setzten sich uns nicht auf den Schoß, obwohl wir sie mit Worten und Gesten dazu aufforderten. Stattdessen kletterten sie, gar nicht schüchtern, auf den schweren, sechseckigen Eichentisch, der zwischen den Sesseln stand und auf dessen Oberfläche irgendwelche seltsamen Gravuren schimmerten. Dort begannen sie lasziv zu tanzen, wobei sie ihre langen Arme in die Höhe streckten, an denen seltsame Armreifen aus bläulichem Metall klimperten. 

Sie bogen sich.

Sie drehten sich.

Sie wirbelten herum.

An den Wänden, die mit präparierten Meeresfischen und monströsen Krebsen dekoriert waren, mäanderten wundersame Schatten wie Fledermäuse entlang. Die Mädels rissen sich ihre halbdurchsichtigen Kleider vom Leib, ihre rosa Stöckelschuhchen und ihre Unterwäsche. Nackt sahen sie aus wie Figuren, die gerade aus dem Mondlicht aufgetaucht waren. Die langen Haare flossen über ihren Rücken...

Ihr Tanz kam mir vor wie ein Reigen langzüngiger Kerzenflammen mit zwei Dochten. Die Freundinnen wiegten sich umeinander, und zwar so lüstern, dass mir der Kopf zu sausen begann. Männer schienen ihnen bestenfalls als Zuschauer wichtig. Thomas und ich hätten ansonsten eher gestört - aber vielleicht war das ja nur ein Vorspiel.

Warum erschrak ich?

Thomas schien ebenfalls Angst zu empfinden, reagierte aber anders auf diese Herausforderung. Er stand auf, warf geschickt Kleider und Schuhe von sich und sprang wie ein junger Leopard auf den sechseckigen Couchtisch. Er fuhr seine dürren Hände aus, spreizte die Finger und erbebte in Ekstase. Er versuchte, sich wie unsere Freundinnen in schwingende Wasserpflanzen aus Mondlicht zu verwandeln und begann sich zu biegen und zu wiegen wie lebende Flammen.

Und er schaffte das auch.

Nun zwang mich eine unüberwindliche  Kraft, das Gleiche zu tun.

Sekunden später tanzte ich ebenfalls auf dem Tisch und fühlte, wie sich mein Körper allmählich in einem unbekannten Medium auflöste, in Liebesenergie oder in rauchigem Licht. Mein Leib entschwand und ich wurde zur Flamme.

Ein außergewöhnliches, mir bis dahin völlig unbekanntes Lustgefühl durchströmte mich und verwandelte alles, was wir in unserer bodenlosen Dummheit als "Realität" bezeichnen, in Asche.

Doch bemächtigte sich meiner gleichzeitig ein nie im Leben gekannter Schmerz, der mich herumwirbelte, als fasste mich jemand mit zwei riesigen Fingern an der Taille und schleuderte mich durch Raum und Zeit, zum Teufel und bis ans Ende der Welt.

Als ich wieder zu mir kam, war mir schnell klar, dass der Zauber seine Kraft noch nicht verloren hatte.

Ich fand mich in einer unbekannten Landschaft wieder, in einer Art Tal. Ich bewegte mich in einer breiten, dämmerigen Ebene zwischen flachen, rötlichen Hügeln.

Das Tal und die Hügel drehten sich, drehten sich wie Propeller.

Erst nach einer Weile bemerkte ich jedoch, dass Tal und Berge fest an Ort und Stelle standen, und dass ich selbst mich bewegte, denn ich hatte mich in den Vorderreifen eines Lastwagens der Marke Mack verwandelt, der über einen Highway sauste.

Mir wurde nicht einmal schlecht von dieser Drehbewegung, im Gegenteil, ich fand sie angenehm.

Ja, ich war ein Rad und spürte die Schwere des Lasters, die sich über die Achse auf meinen Reifen übertrug, spürte jedes Schlagloch und jedes Steinchen auf der Straße, das unter mich geriet.

Was war das? Ein Flashback, der mich nach dem Horrortrip mit den Taranteln heimsuchte? Es heißt ja, ein Flashback kann sogar Jahre nach der Einnahme dieses teuflischen Mittels auftreten und muss mit der früheren Halluzination keine Gemeinsamkeiten haben.

Da spürte ich einen Schlag, vielleicht war der Lastwagen über einen größeren Stein gerollt. Tal, Berge und Straße hörten auf sich zu drehen, verschwanden schließlich...

Wie vorher saß ich im Sessel, Thomas saß mir gegenüber und die wunderhübschen Zwillingsmädels befanden sich nun doch auf unserem Schoß.

Meine Süße flüsterte mir ins Ohr - oder war das Telepathie? An den Klang ihrer Stimme erinnere ich mich nicht mehr...

"Du und dein Freund, ihr hättet unseren Tanz nicht unterbrechen sollen. Der Tanz von Feuer und Licht ist unsere Verbindung mit der Heimat. Das funktioniert wie Antenne und Funkgerät. Ihr habt die Verbindung unterbrochen. Dadurch entstand ein kurzes Funkloch. Sie haben euch also verschlüsselt und an eine andere Stelle des Raum-Zeit-Kontinuums projiziert. Der Lastwagen kam zufällig vorbei. Du hast dich als Rad materialisiert, Thomas als Windschutzscheibe. Er hätte auch - hihi - zum Auspuff werden können, zu einem Zahn des Fahrers oder zu seinem Gedärm. Kannst du dir vorstellen, was er hätte leiden müssen? Es ist nur gut, dass es dem Komitee gelingt, das Kontinuum schnell wieder herzustellen. Man hat euch, wie du merkst, zurückbefördert. Du kannst froh sein und solltest nächstens besser aufpassen. Sei vorsichtig und tue das, was du tun sollst, dann bist du frei, frei..."

"Verdammt nochmal, was bist du denn für eine? Und welches 'Komitee' befördert mich nach Belieben hin und her? Benutzt ihr mich als Spielball? Da soll doch gleich...!"

Ich hätte mich mit diesem Wesen auf keine Diskussion darüber einlassen sollen, was hier vorging, ich hätte nicht grob werden sollen. Schon spürte ich nämlich wieder, wie jemand seine riesigen Finger um meine Taille legte. Diesmal beförderten sie mich weit, weit weg von unserem schönen Heimatstern. Ich war kein Mensch mehr, kein Körper, sondern befand mich in einem eng umgrenzten Bereich des innerplanetaren Raumes. Ich fühlte nichts außer Leere ringsumher, Leere in mir selber, vielleicht war ich sogar die Leere, vielleicht nicht einmal beseelt. Wie ich ohne Augen, Ohren und Körper sehen konnte, fühlen konnte - das war mir ein Rätsel. Aber ich sah und fühlte.

Ich sah nur Sterne um mich herum, flimmernde Lichttröpfchen, fern und unerreichbar...

Wie leer und absurd das Weltall doch war. Welch sinnlose Schöpfung...

Das bedeutete aber doch, dass ich mit mir selbst zu diskutieren versuchte, dass diese farblosen Dämchen oder das, was sich zeitweise in ihnen materialisierte,  die Fähigkeit besaßen, sich an jeden beliebigen Platz des Weltraums zu beamen und in menschlicher Gestalt aufzutreten, als Gegenstand oder als Leere. Und ich selbst bin jetzt kodiert, bin ein Wesen wie sie. Das bedeutet, ich kann auch, wie sie...

Ich konzentrierte mich auf das erste lila Sternchen, das sich finden ließ und wünschte mir mit aller Macht, dort hinzugelangen. Und etwas bewegte mich, bewegte mich immer weiter wie der Herbstwind ein Blatt bewegt, das sich von seinem Ast gelöst hat. Da war ich schon nicht mehr weit von einem grellen, Plasmawolken spuckenden Feuergiganten und betrachtete dieses albtraumhafte Gebilde mit einer Art übermenschlichem Blick, mit dem riesigen Auge des Absoluten. Ich nahm das Lichtspektrum wahr, das menschliche Augen sehen können, aber auch Radio- und sogar Gammastrahlen.

Diesmal ging die Rückkehr nicht ohne Schmerzen vonstatten. Sie führte mich durch Gasnebel, durch Gestirne, sogar durch den Saturn, in dessen Innerem ich ganz deutlich sah...

Wieder saß ich in diesem leidigen Sessel, umarmte meine Blondine und hörte Morrison. Er sang und sang. "Deine Augen werden sein wie Perlen, wenn du stirbst..."

 

"Gut, du hast mich überzeugt, ich habe verstanden. Was willst du von mir? Kann ich dir mit irgendetwas eine Freude machen? Wahrscheinlich hast du mich ja schon mit deinen faulen Tricks durchleuchtet und weißt, was ich für ein Mensch bin. Oberflächlich, egoistisch, leer...

"Du bist in Ordnung. Ich möchte, dass du mich liebst."

"Gehen wir nach oben."

"Es ist kein 'Gehen wir' mehr nötig."

Wir waren schon im Obergeschoss des Cottages, in einem der Schlafzimmmer, auf dem ungemachten Bett, das mit einem Laken aus grobem Stoff bedeckt war. Meine Begleiterin strich mit ihrem langen Zeigefinger über das raue Tuch, und es verwandelte sich in Seide, in ein ganzes Meer bunter, duftender Seidentücher.

Unmittelbar vor dem Beginn des Orgasmus, als das ganze Weltall, losgelöst von ihr, vor übermenschlicher Kraft wie ein Hase herumsprang und von einem Ende zum anderen vor geballter Lust nur so prustete - da offenbarte mir meine Geliebte ihr innerstes Wesen, da war sie ganz sie selbst.

Das waren also die Spielregeln: Man musste sich diesem Wesen ohne jede Verkleidung hingeben.

Ich bin nicht in der Lage, sie zu beschreiben.

Sie hatte nichts gemein mit einem Menschen, einer Spinne, einem Panther oder Grey alien.

Weder in Fantasy- noch in Horrorfilmen habe ich jemals Vergleichbares gesehen. Nur ein einziger Künstler (Fligger) zeichnete etwas, das meiner Partnerin, so wie sie wirklich war, von weitem ähnelte. Vor vielen Jahren habe ich seine Bilder gesehen und sofort die Frau erkannt, mit der ich damals im Cottage am Rand des Pazifischen Ozeans geschlafen habe. Offenbar hatte er mit den gleichen Wesen Kontakt gehabt.

Ich erschrak derart, dass ich vor meiner Geliebten zurückwich. Daher erreichte mein Sperma nicht die vorgesehene Stelle. Das machte sie offenbar restlos verrückt, sie zuckte spastisch, schrie und jauchzte. So katapultierte sie mich erneut aus unserer Realität heraus.

Ich gelangte mit ihr in Dimensionen, die man mit Worten kaum auszudrücken vermag. Dort ließ sich der Raum nicht in die bei uns üblichen dreidimensionalen Maßeinheiten zwängen. Trotzdem war und blieb es ein Raum, der in gewisser Weise rechtwinklig war, und in dem sich etwas befand, das innere Vielgestalt besaß. Die Zeit darf man sich da nicht als ständige, gleichmäßig anwachsende Zahl von Sekunden vorstellen. Eher war sie mit Linien zu vergleichen, die rechtwinklig zum Vektor unser gewohnten Zeit standen. Linien, die in verschiede Richtungen auseinanderliefen.

Begriffe wie "Gegenstand" oder "Lebewesen" hatten dort keinerlei Bedeutung. Mein "Körper" war in dieser Welt eher dem vergleichbar, was man bei uns als Radiowellen kennt. Mein "Ich", das schon in unseren Breiten nichts besonders Stabiles darstellte, erzeugte dort endlose, in bunter Drift  auseinanderstrebende Wogen, deren Interferenzen berückende Bilder entstehen ließen.

Trotzdem war das mein "wahres Ich".

Schon bald, nachdem ich dieses Reich verlassen hatte, nannte ich es bei mir selbst "Mysterium von Leben und Tod", denn ich hatte dort Schatten getroffen.

Sie berichteten mir, dass...

 

*************

Hier bricht das Manuskript ab. Jemand hatte die den letzten Seitenblock grob herausgefetzt und die Fortsetzung verschwinden lassen.

Das ist eine romantische Geschichte, die dummerweise an der interessantesten Stelle endet. Nun gibt es ja Geschichten, die man nicht lesen kann. Man muss mit ihnen hautnah konfrontiert sein, um sie zum Teil des eigenen Lebens werden zu lassen und zu einem eigenen Ende zu bringen.

Wahrscheinlich habe ich aus eben diesem Grunde nicht selbst eine Erzählung über UFOs verfasst. Ich konnte diese "Episode", oder, wie die obige "Kontaktperson" es nannte, dieses "Vorkommnis" nicht als zentrales Sujet  meines Lebens beschreiben. Trotzdem wurde es zu einem Schlüsselerlebnis.

Was war das für ein "Vorkommnis"?

Nun, schauen Sie... Zu Beginn des 21. Jhd., etwa ein halbes Jahr nach meinem Umzug von Sachsen nach Berlin, sah ich im Himmel über der Stadt ein waschechtes UFO, und zwar beobachtete ich es durch das Fenster der S-Bahn. Es war ein erschütternder Anblick. Ich wischte mir die Augen und zwickte mich, aber das wollte nichts helfen.

Dabei bewegte sich dieses Ding so selbstverständlich, so normal und harmonisch über den Himmel wie ein Vogel, etwa eine Taube oder ein Rabe. Es sah aber überhaupt nicht nach einem Vogel aus, eher könnte man es mit einem fliegenden Auto vergleichen, vielleicht mit dem DeLorean, der Zeitmaschine aus "Zurück in die Zukunft". Ein wenig erinnerte es auch an Captain Picards Raumschiff Enterprise aus "Star Trek" - eine allerdings schwache Ähnlichkeit, denn dieses UFO hier war außerdem noch halbdurchsichtig und leuchtete: Bläuliche und lila Flämmchen züngelten auf seiner Oberfläche entlang, wie bei dem U-Boot der Außerirdischen aus dem Film "Abyss - Abgrund des Todes".  

Trotz allem war mein UFO echt. Es stammte keineswegs aus Hollywood und hinterließ eine unauslöschliche Spur in meinem Gedächtnis. Ich vergaß zu sagen, dass seine Größe etwa der eines Omnibusses entsprach. Es flog vielleicht 60 Meter von mir entfernt in einer Höhe von etwa 40 Metern, ziemlich langsam und parallel zur Eisenbahnstrecke, dem Zug entgegen. Man spürte, das es nicht wie eine Rakete oder ein aerodynamischer Apparat flog, sondern irgendwie anders. Antigravitation?

Etwa 10 bis 15 Sekunden konnte ich es beobachten. Es sah keineswegs aus wie ein bemaltes Flugzeug, ein Reklame-Zeppelin oder ein motorisiertes Flugmodell. Mir kam es vor, als befände es sich im Sinkflug, aber da, wo es ungefähr hätte landen können, war kein Flugplatz, keine Straße, nur einige Fabrikgebäude, Garagen, Röhren, Prellböcke - kurz: abweisender Großstadtdjungel.

Ich betrachte die Umgebung oft aus dem Fenster eines öffentlichen Transportmittels, das ich benutze, weil ich kein privates besitze. Es macht Spaß, so hinauszuschauen und den Voyeur zu spielen. Das ist wie kostenloses Kino, Lebenskino. Gott betrachtet es immer mit unseren Augen. Man kann sich an Eindrücken betrinken. Man kann etwas verstehen, seine Theorie mit der Wirklichkeit konfrontieren, die Energie der Metropole tanken, um sie dann in etwas Sinnvolles und Nützliches umzumünzen - in Berliner Wein vielleicht, der fatal nach Autoabgasen riecht, nach Zigarettenkippen, Hundekacke und seit Jahren nicht beseitigtem Müll. Nun ja, ich streife immer noch herum und nehme mir Zeit, die Welt zu betrachten wie ein unbeteiligter Passant. Meist spaziere ich durch den Bezirk, in dem ich wohne, fahre aber recht oft durch Gegenden, wo ich noch nie war. Und da geschah es. Ich fuhr an einem unangenehmen Ort vorbei, dem Ostkreuz, das sich seit Vorkriegszeiten fast nicht verändert hat und ein wenig von der Romantik aus der guten, alten Kaiserzeit bewahren konnte, mit der später gründlich aufgeräumt wurde durch Umbau und neue, zyklopenhafte Bauwerke, die keinem nützen, so der Bahnhof Lichtenberg, von wo ich oft in die ungeliebte Stadt K. reiste.

Ich erinnere mich an ewig lange Wartezeiten auf diesen endlosen Bahnsteigen. Kreidiger Schneegriesel und feuchtkalter Berliner Wind gingen mir durch und durch. Immer wartete ich auf Züge. Hinten im Bahnhof war es warm, aber da roch es nicht gut. Unabsehbare Scharen von Jugendlichen und Ostbürgern fuhren damals durch Lichtenberg. Viele hatten sich seit Langem nicht gewaschen, andere wussten wohl gar nicht, dass man sich ab und zu waschen sollte. Ich kannte ihre bräunlichen, grobschlächtigen Gesichter, ihre öligen, schwarzen Augen. Alle wirkten auf mich wie Diebsgesindel und Schlägertypen - sogar Frauen und Kinder.

Von Lichtenberg aus fuhr ich durch Marzahn, zwischen Plattenbauten aus DDR-Zeiten hindurch. Diese Stadtteile waren mir damals fremd, ihre Bauweise kannte ich jedoch nur allzu gut. Dieser Teil Berlins unterschied sich von Jasnewo und Tjoplij Stan nur durch den vergleichsweise guten Erhaltungszustand der Verbindungsnähte zwischen den Betonblöcken, natürlich ebenfalls durch die Abwesenheit von Wäsche auf den Balkonen und durch die intakte Verglasung. Auch die Straßen waren hier besser als in Moskau, obwohl sie keinen Weststandard erreichten. Die Leute in Marzahn glichen aber denen in Moskau, genauer denen in Karaganda und Tscheljabinsk. Sie sprachen auch so.

"Manja, Väterchen, ich bin ja sowas von froh! Er hat mich doch tatsächlich gestern angerufen, jaja. Und wir haben ewig gelabert, über alles und jedes. Höre, Manja, meine Schwägerin kommt über Ostern zu mir. Aus Ufa. Mit Iljuscha, meinem Neffen. Wie dick der geworden ist, sieht scheußlich aus. Ich bin da in so ein Shopping-Center gefahren, hab eine neue Digitalkamera abholen wollen, die ich einen Tag vorher im Internet bestellt hatte. Ich weiß nicht mehr, was für eine, ich hatte schon so viele. Und ins Zoogeschäft habe ich auch gemusst.

Die Kamera habe ich leider nicht abholen können, die Verkäufer haben da was verwechselt. Bin also umsonst hingefahren. Hab viel über dieses seltsame Ereignis nachgedacht und überlegt, ob sich jetzt mein Leben irgendwie ändert. Oder ob alles im Alltagsbrei untergeht. Wie üblich. Und ins Zoogeschäft bin ich auch nicht gegangen.

Ja, und vor der Station Springfuld hab ich plötzlich dieses UFO mit den lila Flammen gesehen, links vom Zug. Ich habs gesehen und vor Staunen den Mund aufgesperrt. Die Leute bei mir im Wagon haben den fliegenden Tintenfisch anscheinend nicht bemerkt, oder doch? Aber wenn, ging es ihnen am Arsch vorbei. Ich hab mich gezwickt und die Augen sind mir fast aus dem Kopf gefallen, aber die anderen haben sich nicht gezwickt und die Augen sind ihnen nicht aus dem Kopf gefallen, sondern stumpf und leer geblieben. Manche haben gelesen, andere mit dem Smartphone herumgespielt, wieder andere haben nur blöde vor sich hingestarrt. Haben nichts gesehen und gehört.

Ein paar junge Kerle, wie Sportler haben sie ausgesehen, mit dummen, brutalen Fratzen, haben anscheinend auch was gemerkt. Anstatt aufzuspringen, zu winken und laut zu brüllen, haben sie aber nur dreckig gegrinst.

Also aus unserem Wagon hab nur ich was vom UFO gesehen, vielleicht noch der kleine Hund von der Banknachbarin. Ich hab gemerkt, wie der auch in den Himmel geguckt hat. Hat sich auch gewundert. Sogar gewinselt hat er vor Staunen. Da hat ihn sein Frauchen angebrüllt, so eine veblödete, langgnasige Tussi, kein Plan, wie alt die war. Der Hund war im Wagon anscheinend das einzige lebende Wesen mit einer Seele.

Zu Hause hab ich meiner deutschen Frau vom UFO erzählt. Hab alles in Einzelheiten beschrieben, auch die Reaktion von den Leuten im Wagon, auch vom Hund hab ich erzählt. Die Frau hat mir zugehört, dann hat sie gefragt: 'Sag mal, hast du vergessen, das Vogelfutter zu kaufen?'"

 

(Aus dem Russischen Klaus Kleinmann)

 

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